Karnaval der Kulturen 1. Berlin 2011

Posted: August 31, 2011 in Fine Arts, Home, Life in Germany


Im Oktober 1993 wurde im Berliner Ortsteil Neukölln die Werkstatt der Kulturen eröffnet. Gefördert von der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats, bieten die Betreiber ein Forum der Begegnung und des Dialogs der etwa 500.000 ausländischen Einwohner aus über 180 Nationen. Die regelmäßigen Treffen und künstlerischen Projekte führten bald zu der Idee einer mehrtägigen öffentlichen Veranstaltung.

Schon früher gab es Konzepte für einen Karneval in Berlin, die auch umgesetzt wurden (Berliner Karneval), an bereits bestehende Karnevalstraditionen angelehnt waren, allerdings nach Ansicht der Initiatoren des Karnevals der Kulturen die Besonderheiten Berlins außer Acht ließen. Den ersten Karneval der Kulturen gab es schließlich am 15. und 16. Mai 1996 zu Himmelfahrt. Er sollte sich einreihen in die neueren europäischen Tradition, wie dem Notting Hill Carnival in London und dem Rotterdamer Zomercarnaval, jedoch in einer höheren Größenordnung.
Das Programm [Bearbeiten]
2006 nahe Südstern

Von Beginn an standen große Umzüge durch das Berliner Stadtzentrum im Mittelpunkt der Veranstaltung. Im Laufe der Jahre wuchs der Karneval zu einem viertägigen Straßenfest mit zahlreichen musikalischen und choreographischen Darbietungen. Auch ein Kinderkarneval ist mittlerweile im Standardprogramm enthalten. Die Besucherzahlen stiegen von 50.000 im Jahr 1996 kontinuierlich an. 1997 waren es bereits über 300.000. Zu Pfingsten 2000 wurde die Millionengrenze überschritten. 2003 konnten über 1,5 Millionen Besucher gezählt werden. In den letzten Jahren stagnierte die Besucherzahl zwischen 600.000 und einer Million, wobei ein starker Zusammenhang mit dem oftmals kühlen Wetter naheliegt.

Die Teilnehmerzahl bei den Umzügen stieg hingegen stetig an, von etwa 2.200 auf über 4.000 Akteure. Die Originalität und Fantasie ihrer Darbietungen und Ausrüstungen wird seit dem Jahr 2000 mit Preisen ausgezeichnet. Meistens wird das Event mit einer großen Abschlussparty gekrönt. Als Medienpartner sind die Lokalpresse sowie diverse Berliner Fernseh- und Radiosender an allen Tagen vor Ort.

Am Umzug sind neben deutschen vielfach südamerikanische und afrikanische Gruppen beteiligt. Türkische Gruppen sind, anders als man im teilweise türkisch geprägten Kreuzberg vermuten könnte, kaum vertreten.

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